Reha-Forschung

Angehörigen-Forschungsteams sollen jede Idee verfolgen und deren Potential prüfen.

Team A, welches zusammen mit den Ärzten und Therapeuten, neue Therapieformen und Team B, welches zusammen mit Ärzten, Therapeuten und einer Fachwerkstatt, neue Rehageräte entwickelt.

Die erste Idee, welche sich bereits in der Anfangsphase der Umsetzung befindet, ist eine „Videounterstützende-Therapie“. Hierbei werden einzelne Clips zu den jeweiligen Therapien gedreht und den Betroffenen über Tag vorgespielt.



Zum Beispiel:

Clip: Arm beugen, Arm strecken – linker Arm, rechter Arm.
Clip: Bein beugen, Bein strecken – linkes Bein, rechtes Bein.

Clip: Schluckanleitung zum Schlucktraining.
Clip: Anleitung zur Lautbildung für die Sprache.

Clip: Anleitung für die Selbsterkundung des Gesichts.
Clip: Anleitung zur Erkundung von Gegenständen.

Clip: Farben lernen – Farben zeigen und benennen.
Clip: Zahlen lernen – Zahlen zeigen und benennen.

Die einzelnen Clips werden eine Länge von ca. 2 – 5 Minuten haben und als Module funktionieren die man nach Bedarf miteinander kombinieren kann.

Beispiel 1: Wenn eine neue Therapieeinheit ansteht, den dazugehörigen Clip als Schleife über mehrere Minuten laufen lassen. Diese Schleife bekommt der Betroffene einige Tage vor Beginn der eigentlichen Therapie, mehrmals am Tag, über TV (Festplatte) vorgespielt.

Beispiel 2: Clips in Kombination für bestehende Therapien, welche zwischen den Privataufnahmen (Videos und Bilder) des Betroffenen eingespielt werden.

Die Hoffnung ist, dass diese Videoeinheiten bis in das Unterbewusstsein der Betroffenen vordringen und die eigentlichen Therapien erfolgreicher machen.

Ein erster Test mit unserem Sohn verlief bereits sehr erfolgreich. Er hat erstaunlich gut auf die vorgemachten Übungen reagiert und ausnahmslos alles umgesetzt. Selbst gegen seine Spastiken hat er bei den Übungen angekämpft. Wir konnten innerhalb weniger Tage unzählige Erfolge verbuchen. Arme, Beine und Füße strecken und beugen, Nase, Ohren, Lippen nach Aufforderung berühren. Einzelne Finger (Daumen, Zeigefinger...) strecken, Faust auf und zu. Haare kämmen, rasieren, Basecap und Brille auf- und absetzen, Kopf nach Aufforderung (rechts / links) drehen. Augen und Mund nach Aufforderung auf- und zumachen. Und sogar die Zahnbürste, vor dem selbständigen Zähneputzen, an- und danach wieder ausschalten.

Diese Erfolge haben wir ebenfalls auf Video dokumentiert.

Nun stehen wir in Vorbereitung einer professionellen Umsetzung und haben bereits Kontakt zu einem Videoteam, zu Therapeuten und Medizinern.